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#musikvermittlung

 

„Resonanz ist ein viel beachteter und viel diskutierter Begriff des Soziologen Hartmut Rosa, der mich sehr inspiriert hat“, erklärt Jana Günther, Konzepterin und Regisseurin dieser Produktion. „In einer Welt, in der die Beschleunigung immer mehr zunimmt, in der wir ein ‚gutes Leben‘ nur noch nach der Menge an verfügbaren Ressourcen und auszuschöpfenden Möglichkeiten bewerten, sollten wir stattdessen unsere Beziehung zur Welt in den Blick nehmen: also in Resonanz miteinander treten.“

„Ich habe dieses Projekt konzipiert“, so Jana Günther, „um jeder Person kostenlos und barrierefrei das Erlebnis eines klassischen Konzerts zu ermöglichen. Zudem war das Projekt seit Beginn derart angelegt, dass die Installation ein Ort der Begegnung sein soll. Da Resonanz länderübergreifende Freundschaft zum Thema hat (wie man anhand der aktuellen politischen Lage sieht, wichtiger denn je), ist es wie geschaffen dafür, einen Diskurs zum Thema Resonanz zu ermöglichen.“

Das Projekt Resonanz findet im öffentlichen Raum statt. Es wird erst durch das gemeinsame Erleben mehrerer Besucher:innen in seiner Ganzheitlichkeit erfahrbar. Es verändert sich je nach Anzahl der Akteure und ist somit eine Analogie auf unsere Gesellschaft: jede einzelne Stimme hat Auswirkung auf den Ton. Es lebt vom hohen künstlerischen Anspruch seiner drei Komponenten Musik, Kunst und Animation. Zugleich ist die Installation spielerisch, sinnlich und überraschend variantenreich.

Jana Günther und Tobias Scherer haben als Konzepter-Duo, gemeinsam mit dem Musikvermittlungsprogramm des SKO, für Stuttgart verschiedene interdisziplinäre Veranstaltungen als Startpunkt für weitere Begegnungen angesetzt. Damit sind Institutionen, Vereine und Bürger:innen an den jeweiligen Standorten der wandernden Installation aufgefordert und eingeladen, sich in weiteren Debatten ü̈ber Resonanz im Spannungsfeld zwischen Individualität und Gemeinschaft auszutauschen und mit ihren Ideen und Aktionen einzubringen.