Musik

 

Markus Korselt, Geschäftsführender und Künstlerischer Intendant des SKO, ist für das Musikkonzept von Resonanz verantwortlich. Die gemeinsame Idee hinter dem Projekt bringt er auf eine Formel:

„Resonanz lädt die Menschen zum Spielen ein: Werde Teil des Orchesters auch ohne Instrument, staune über die Animationen und verbinde dich mit anderen Menschen auf dem Floor. So entsteht gemeinsam das Kunstwerk!“

„Shaker Loops“ von John Adams ist eine Komposition für sieben Streicherstimmen (Violine 1, 2 und 3, Viola, Violoncello 1 und 2 und Kontrabass) aus dem Jahr 1978. Es zählt zu den meistgespielten Werken des amerikanischen Komponisten.

In diesem Stück verbindet Adams kurze Motive zu „Patterns“, d. h. zu rhythmischen oder harmonischen sich wiederholenden Mustern. Diese Patterns entwickeln sich zu organischen Flächen, die sich gegenseitig überlappen und ineinander schieben. Das Schwirren, Pulsieren und zeitweilige Verstummen der einzelnen Stimmen hat dabei nichts Mechanisches an sich. Im Gegenteil – es verdichtet und steigert sich zu einem hoch emotionalen Vorgang, der alles in Schwingung versetzt. Es ist, als ob durch die Musik etwas Lebendiges, Atmendes, Sprechendes entsteht.

Das Spielerische ist Programm: Die Teilnehmenden auf dem Floor suchen sich per App eine Streicherstimme aus. Über den Lautsprecher ihrer Smartphones machen sie sie für sich und die anderen hörbar. Je mehr Teilnehmende sich auf dem Floor bewegen, desto desto voller der Sound und lebendiger die Musik …

Jeder wird Teil eines großen Ganzen und bringt selbst etwas zum Schwingen. Wie in einem Orchester.